Januar 4, 2022 Murat2

Die Bedeutung von Technik in der Schule

Der technische Fortschritt ist auch in der Schule kaum aufzuhalten. Dieser Technologieeinsatz stößt bei vielen Lehrern und Lehrerinnen nicht immer auf Freude. Es gibt durchaus Bedenken, dass hierdurch ein natürliches Lernen beeinträchtigt wird. Dabei geht es in erster Linie um den Einsatz von Notebooks und Tablets anstelle von Stift und Papier. Die wichtigsten Vor- und Nachteile sollen hier im Ratgeber kurz vorgestellt werden.

Der Computer im Unterricht


An vielen Schulen arbeiten Schüler und Schülerinnen mit einem Notebook oder Tablet. Einige haben jedoch die Befürchtung, dass durch die installierte Software die Schüler sich kaum noch Gedanken über eine richtige Rechtschreibung machen müssen. Der Computer bzw. die Textverarbeitung korrigiert ehedem mögliche Fehler. Andere sehen darin eine echte Bereicherung. Verständlicherweise sollen junge Schüler schon frühzeitig an moderne Techniken herangeführt werden. Die meisten Texte im späteren Leben werden sowieso über die Tastatur eingegeben.

Die Wissenschaft selbst hat über die möglichen Vor- und Nachteile einer frühzeitigen IT-Ausstattung in den Klassenräumen noch keine Erkenntnisse gesammelt. Einige Pädagogen haben festgestellt, dass sich Leseschwierigkeiten mit einem Notebook oder Tablet schneller meistern lassen. Eine installierte Webcam kann die Blickbewegung des Kindes überwachen und erkennt schnell woran es hapert. Lehrer und Lehrerinnen können diese Erkenntnisse nutzen und dem Kind entsprechend angepasste Texte zum Vorlesen anbieten.

Im Physikunterricht kann ein Computer bestimmte Vorgänge viel anschaulicher darstellen, als mit einem Lehrbuch. Selbst später in der Berufsschule kann ein Notebook oder gar ein PC mit Beamer den Auszubildenden das technische Verständnis einfacher nahebringen. Hierzu ein einfaches Beispiel: Der Ausbilder möchte die Funktionsweise eines Messschiebers erklären. Hier kann eine Videoanimation viel hilfreicher sein, als wenn die Funktion lediglich schriftlich abzulesen wäre.

Digitale Tafeln für den Unterricht


Im Rahmen der Digitalisierung eines Klassenzimmers setzen immer häufiger Schulen auf sogenannte digitale Tafeln. Es handelt sich im Grunde um interaktive Displays, auf denen dank Touchscreen-Technologie nicht nur geschrieben werden kann, sondern auch bildliche Inhalte dargestellt werden können. Eine solche Tafel funktioniert wie ein riesiges Tablet. Selbst der Zugang zum Internet ist mit solchen Tafeln möglich.

Diese neue Darstellungsform hat das traditionelle Klassenzimmer revolutioniert. Ein kleiner, positiver Nebeneffekt für die Schüler ist, dass sich nach dem Unterricht niemand mehr um das Säubern der Tafel kümmern muss. Kurzum sorgt die moderne Technik für gravierende Veränderungen in einem Klassenzimmer und auch für das Lernen selbst. Insbesondere in heutiger Zeit müssen Schülerinnen und Schüler leider auch von daheim aus lernen. Somit ist eine entsprechende IT-Ausstattung unumgänglich geworden.

Das Lernen von überall aus ist in Deutschland erst seit der Corona-Pandemie richtig ins Rollen gekommen. In anderen Ländern lernen schon viel eher die Kinder online und kommunizieren mit den Lehrkräften per Videocall. Unabhängig davon sollte jedoch nicht gänzlich auf den Präsenzunterricht verzichtet werden.